Hängematte mit Tarp beim Fastpacking – lohnt sich das wirklich?

TL;DR: Eine Hängematte mit Tarp kann beim Fastpacking eine vollwertige Alternative zum Zelt sein – vorausgesetzt, du bewegst dich in waldreichen Regionen wie dem Schwarzwald oder Harz. Das richtige Setup (Hängematte + Tarp + Underquilt + Bugnet + Straps) wiegt ab etwa 900 g und bietet schnellen Aufbau, guten Komfort und ein einzigartiges Naturerlebnis. In baumarmen oder alpinen Gebieten ist die Hängematte dagegen kaum praktikabel.

Stell dir vor: Du hast nach einem langen Fastpacking-Tag die perfekte Stelle im Schwarzwald gefunden. Zwei Buchen, gut positioniert, weicher Waldboden darunter. In zwei Minuten hängt deine Hängematte. Noch einmal kurz das Tarp spannen – fertig. Kein Heringe einschlagen, kein Zelt aufbauen, kein dreckiger Zeltboden am nächsten Morgen.

Klingt verlockend? Ist es auch – aber nicht für jeden und nicht überall. Wer beim Fastpacking mit einer Hängematte unterwegs sein will, muss ein paar wichtige Punkte kennen. Welche das sind, was das richtige Setup kostet und wiegt, was erfahrene Fastpacker aus der Community dazu sagen – das klären wir hier ausführlich!

Alles Grundlegende zum Thema Fastpacking selbst findest du übrigens in unserem Fastpacking Guide. Und wer wissen möchte, welche Ausrüstung beim Fastpacking generell empfehlenswert ist, schaut am besten in unsere Fastpacking Ausrüstung Übersicht rein.

Hängematte statt Zelt beim Fastpacking – eine ungewöhnliche Idee?

Tatsächlich ist die Hängematte beim Fastpacking eine Nischenlösung. Die meisten Fastpacker greifen zu einem ultraleichten Einpersonenzelt oder einem Biwaksack – aus gutem Grund. Zelte sind geländeunabhängig, schützen zuverlässig vor Insekten und Regen und funktionieren überall dort, wo du eine einigermaßen ebene Fläche findest.

Trotzdem wächst die Zahl der Hängematten-Fans in der Fastpacking-Community spürbar. Der Grund ist simpel: Wer viel in Wäldern unterwegs ist, profitiert von den einzigartigen Vorteilen dieses Setups. Kein Boden, keine Steine, kein Gefälle – du liegst immer perfekt. Und der Aufbau dauert tatsächlich nur Minuten.

Auf dem Jakobsweg haben wir selbst Erfahrungen mit der Hängematte gesammelt – mehr dazu in unserem Bericht Hängematte auf dem Jakobsweg. Dort zeigt sich: Für waldreiche Abschnitte ist das Hängematten-Setup eine echte Freude. Für offene Hochflächen weniger.

Was spricht für die Hängematte beim Fastpacking?

Geringes Gewicht und kleines Packmaß

Ein gutes Hängematten-Setup beginnt gewichtsmäßig bei rund 700–900 g für Hängematte, Tarp und Straps. Das ist deutlich leichter als die meisten ultraleichten Einpersonenzelte, die in der Regel zwischen 700 g und 1,1 kg wiegen – und das ohne Heringe und Abspannleinen.

Schneller Aufbau – wirklich!

Das ist kein Marketing-Versprechen. Wer das richtige Setup kennt, baut seine Hängematte in zwei Minuten auf. Das Tarp dazu in weiteren zwei bis drei Minuten. Kein Suchen nach ebenem Boden, kein Zusammenstecken von Stangen. Auch der Abbau geht schnell – und das Material kommt trocken und sauber zurück in den Rucksack. Wer schon mal morgens ein nasses Zelt verpacken musste, weiß, wie viel das wert ist!

Schlafkomfort auf einem anderen Level

Kein Stein im Rücken. Keine Wurzel unter der Isomatte. Du schwebst einfach – und das ist ein Gefühl, das viele Hängematten-Schläfer von Anfang an begeistert. Wer den Dreh raus hat, schläft mit einer gut gespannten Hängematte häufig tiefer und erholsamer als im Zelt.

Das Erlebnis

Abends unter einem Tarp in der Hängematte liegen, durch die Baumkronen in den Sternenhimmel schauen und den Wind im Blätterdach hören – das ist schwer in Worte zu fassen. Dieses Naturerlebnis ist einer der Hauptgründe, warum Hängematten-Fastpacker so begeistert von ihrem Setup sind.

Ticket To The Moon Ambassador

Was spricht gegen die Hängematte beim Fastpacking?

Baumabhängigkeit – der größte Nachteil

Keine Bäume, keine Hängematte. So simpel und so limitierend ist das. Alpine Gebiete, Hochflächen, Küstenregionen oder baumarme Mittelgebirgsabschnitte schließen das Hängematten-Setup schlicht aus. In den Alpen – also genau da, wo viele Fastpacking-Abenteuer stattfinden – ist die Hängematte deshalb keine sinnvolle Wahl.

Das Kälteproblem: Unterisolation von unten

Das ist der technisch wichtigste Punkt. Wer in einer Hängematte liegt, verliert Körperwärme nach unten – also durch den Stoff der Hängematte hindurch in die kalte Luft darunter. Ein normaler Schlafsack hilft hier kaum, weil die Daune oder Füllung unter dem Körper zusammengepresst wird und ihre Isolationswirkung verliert.

Die Lösung: ein Underquilt, der von außen unter die Hängematte gespannt wird, oder eine aufblasbare Isomatte, die du in der Hängematte liegst. Ohne diese zusätzliche Isolation ist ein Schlafen bei unter 15–18 °C unangenehm kalt.

Gewichtsvergleich: Hängematte wirklich leichter als ein Zelt?

Das kommt stark auf das Setup an. Ein reines Hängematte-Tarp-Setup (ohne Underquilt und Bugnet) kann leichter sein als ein ultraleichtes Zelt. Mit Underquilt und Bugnet bewegt man sich schnell im gleichen Gewichtsbereich oder sogar darüber. Dazu gleich mehr im direkten Vergleich.

Hängematte auf dem Jakobsweg
Hängematte auf dem Jakobsweg

Was sagt die Fastpacking-Community zur Hängematte?

Auf Reddit, insbesondere in den Subreddits r/fastpacking und r/Ultralight, wird die Hängematte regelmäßig diskutiert. Und die Meinungen sind überraschend positiv – mit klaren Einschränkungen.

In einem Thread zu „Anyone here Fastpack with a hammock camping rig?" berichten mehrere Nutzer, dass ein Hängematten-Setup super leicht sein kann und das Schlafen auf dem Boden im Biwaksack vollständig ersetzt – vor allem in waldreichen Regionen.

Ein anderer Nutzer im Thread „Sleeping in a hammock" weist auf eine clevere Alternative hin: Eine aufblasbare Isomatte unter dem Körper in der Hängematte liefert nicht nur Wärme, sondern gibt dir auch Flexibilität für baumfreies Gelände. Du kannst die Matte einfach herausnehmen und auf dem Boden schlafen, wenn keine geeigneten Bäume vorhanden sind.

Im Thread „What are your top shelter picks?" schwärmt ein Nutzer vom kombinierten Setup aus Hängematte, Bugnet, Tarp und Sleeping Pad wegen der Leichtigkeit und Vielseitigkeit – und landet damit bei einer Systemlösung, die viele Nachteile der Hängematte ausgleicht.

Aus r/Ultralight kommt ein konkreter Hinweis zu Tarps: Die Community empfiehlt, das Tarp immer gut gespannt zu halten. Ein straff gespanntes Tarp kondensiert deutlich weniger als ein schlaffes – und bleibt morgens trockener und leichter.

Das vollständige Hängematten-Setup für Fastpacking

Was brauchst du wirklich, um komfortabel und warm in der Hängematte zu schlafen? Hier ist die Übersicht:

Komponente

Funktion

Gewicht (ca.)

Hängematte

Schlafunterlage, schwebend

200–350 g

Tarp

Regenschutz, Windschutz

300–500 g

Straps / Aufhängung

Befestigung an Bäumen

80–150 g

Underquilt / Moonquilt

Isolation von unten

400–700 g

Bugnet

Insektenschutz

150–250 g

Gesamt

~1,1–1,9 kg

Ob du alle fünf Komponenten mitnnimmst, hängt von der Jahreszeit, der Temperatur und dem Zielgebiet ab. Im Hochsommer bei 20 °C reichen Hängematte, Tarp und Straps. Sobald die Nächte kühler werden, brauchst du den Underquilt. Und das Bugnet? Im Schwarzwald oder Harz im Sommer ist es kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

Mehr zu den generellen Überlegungen rund ums Schlafsystem beim Fastpacking findest du in der Fastpacking Packliste. Und wer Alternativen zum Zelt generell kennenlernen will, dem empfehlen wir unseren Artikel Alternative zum Zelt.

Das Ticket To The Moon Lightest Bundle im Fastpacking-Einsatz

Wer sich für das Hängematten-Setup beim Fastpacking interessiert, kommt an Ticket To The Moon kaum vorbei. Der 1996 in Bali gegründete Hersteller hat sich auf ultraleichte Hängematten spezialisiert und bietet eines der kompaktesten Komplettsysteme auf dem Markt an.

Das Lightest Hammock Bundle besteht aus drei Komponenten:

  • Lightest Hammock: 228 g, 320 × 140 cm, Nylon/Fallschirmseide, bis 150 kg belastbar
  • Lightest Tarp: 412 g, 250 × 250 cm, 20D RipStop Sil-Nylon, 1.500 mm Wassersäule
  • Lightest Straps: 95 g, 250 cm Länge, bis 200 kg belastbar

Gesamtgewicht des Bundles: 735 g. Das ist bemerkenswert leicht für ein vollständiges Shelter-System!

In der Praxis überzeugt das Bundle vor allem durch den schnellen Aufbau – Hängematte und Straps in rund zwei Minuten, das Tarp in weiteren zwei bis drei Minuten. Der Abbau geht genauso zügig, und das Material kommt dabei stets sauber und trocken zurück in die Packsäcke. Besonders das Sil-Nylon-Tarp trocknet nach Regen sehr schnell.

Ein wichtiger Hinweis zur Nachhaltigkeit: Ticket To The Moon produziert nach Fair-Trade-Bedingungen, nutzt Schnittreste aus der Hängematten-Produktion für Nebenprodukte und verzichtet auf übermäßige Plastikverpackungen. Für umweltbewusste Fastpacker ein klarer Pluspunkt.

Mit dem Rabattcode TTTM-wanderzentrale bekommst du übrigens 10 % Rabatt auf alle Produkte im offiziellen Ticket To The Moon Shop!

Das Ticket To The Moon Moonquilt als Underquilt – Isolation im Hängematten-System

Das schwächste Glied in jedem Hängematten-Setup ist die Isolation von unten. Hier kommt der Ticket To The Moon Moonquilt ins Spiel.

Der Moonquilt ist ein Underquilt-Schlafsack-Hybrid. Er wird außen um die Hängematte gespannt und isoliert genau dort, wo es am meisten gebraucht wird – unter dem Körper. Gleichzeitig kann er dank Doppelzipper und abnehmbarer Kapuze als eigenständiger Schlafsack genutzt werden.

Die wichtigsten Fakten:

  • Gewicht: 1.380 g (1.280 g ohne Kapuze)
  • Abmessungen: 200 × 140 cm
  • Temperaturbereich als Underquilt: ca. 5 °C bis 18 °C
  • Temperaturbereich als Schlafsack: Comfort 10 °C / Limit 5 °C / Extreme 2 °C
  • Material: 100 % Polyester, Hohlfaserfüllung 13,5 TOG
  • Maschinenwaschbar bei 30 °C

In der Praxis überzeugt der Moonquilt durch seine Isolierleistung: Bereits bei 15 °C Außentemperatur sammelt sich spürbare Wärme im Inneren der Hängematte. Bis etwa 0 °C ist das Schlafen mit passender Bekleidung noch angenehm möglich – laut Erfahrungsbericht sogar unter der angegebenen Untergrenze von 5 °C.

Was für den Fastpacking-Einsatz besonders praktisch ist: Der Packsack des Moonquilts bietet genug Platz für Hängematte, Tarp und Straps zusammen. Das gesamte Schlafsystem lässt sich so in einem kompakten Paket transportieren.

Für eine ausführliche Bewertung schau dir unseren Ticket To The Moon Moonquilt Test an!

Und zu nachhaltigen Daunen-Alternativen und den wichtigsten Zertifizierungen haben wir ebenfalls einen Artikel: Daunen Zertifizierungen.

Gewichtsvergleich: Hängematte+Tarp vs. ultraleichtes Zelt vs. Biwaksack

Hier der direkte Vergleich der drei gängigsten Shelter-Optionen beim Fastpacking:

Setup

Komponenten

Gesamtgewicht (ca.)

Hängematte minimal

Hängematte + Tarp + Straps

700–950 g

Hängematte voll

+ Moonquilt + Bugnet

1,4–2,0 kg

Ultraleichtes Zelt

z. B. Big Agnes Copper Spur HV UL1

850–1.100 g

Biwaksack

z. B. Rab Survival Zone

150–250 g

Das Ergebnis überrascht viele: Ein vollständiges Hängematten-Setup (mit Underquilt und Bugnet) ist nicht leichter als ein gutes Ultraleichtzelt. Der Vorteil liegt also nicht primär im Gewicht, sondern im Komfort, im Erlebnis und im einfacheren Auf- und Abbau.

Ein Biwaksack ist zwar deutlich leichter, bietet aber kaum Komfort und keinen Schutz vor Insekten oder längerem Regen. Als Ergänzung zum Hängematten-Setup – für Nächte ohne Bäume – ist er aber eine sinnvolle Backup-Option.

Hängematte oder Zelt beim Fastpacking – für wen lohnt sich was?

Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wo du unterwegs bist und was dir persönlich wichtig ist.

Die Hängematte lohnt sich für dich, wenn...

  • du hauptsächlich in waldreichen Gebieten wie dem Schwarzwald, Harz, Bayerischen Wald oder dem Pfälzerwald unterwegs bist
  • dir schneller Aufbau und einfacher Abbau wichtiger sind als absolutes Minimalgewicht
  • du ein besonderes Schlaf- und Naturerlebnis suchst
  • du bereits Hängematten-Erfahrung hast und weißt, wie du richtig liegst

Das Zelt ist die bessere Wahl, wenn...

  • du regelmäßig in alpinem oder baumarmen Gelände unterwegs bist
  • du maximale Wettersicherheit und Windschutz brauchst
  • du Einsteiger bist und ein simples, universell einsetzbares Setup bevorzugst
  • du auf Mehrtagestouren flexibel auf wechselndes Gelände reagieren willst

Das Convertible Bug Net 360 von Ticket To The Moon bietet übrigens eine interessante Lösung: Es lässt sich sowohl als Hängemattennetz als auch auf dem Boden verwenden und erhöht damit die Flexibilität des Setups deutlich. Mehr dazu in unserem Convertible Bug Net 360 Test.

Allgemeine Gedanken zu Hängematten-Ausrüstung und Camping-Tipps findest du in unserem Artikel 5 Tipps fürs Hängemattencamping. Und wer noch andere Alternativen zum klassischen Zelt erkunden möchte, findet bei uns den passenden Überblick: Alternative zum Zelt.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf unseren HÄNG Hängematte Test, falls du verschiedene Hängematten miteinander vergleichen möchtest.

Fazit: Lohnt sich die Hängematte beim Fastpacking?

Felix Autor

Ja – aber mit klaren Bedingungen. Die Hängematte mit Tarp ist beim Fastpacking eine reizvolle, nischenhafte Shelter-Option, die in den richtigen Umgebungen echter Mehrwert ist. Schneller Aufbau, kein steiniger Untergrund, ein besonderes Naturerlebnis – das sind echte Vorteile.

Wer regelmäßig im Schwarzwald, Harz, Bayerischen Wald oder ähnlich waldreichen Mittelgebirgen unterwegs ist, sollte das Hängematten-Setup ernsthaft in Betracht ziehen. Das Ticket To The Moon Lightest Bundle bietet dafür ein erstklassiges, leichtes und nachhaltiges Produkt – ergänzt durch den Moonquilt für kühlere Nächte.

Für alpine Touren in baumarmem Gelände bleibt dagegen das ultraleichte Einpersonenzelt die erste Wahl. Und für alle, die sich noch nicht sicher sind – einfach ausprobieren! Eine kurze Testnacht im Wald in der Nähe von zu Hause zeigt schnell, ob das Setup zu dir passt.

Mehr zum Einstieg ins Fastpacking, zur Ausrüstung und zur richtigen Packliste findest du hier:

Pack leicht, lauf weit – und schlaf gut dabei!

Häufig gestellte Fragen zur Hängematte beim Fastpacking

Kann ich beim Fastpacking eine Hängematte statt einem Zelt verwenden?

Ja, eine Hängematte kann beim Fastpacking das Zelt vollständig ersetzen – aber nur in waldreichen Gebieten mit ausreichend geeigneten Bäumen. Das vollständige Setup aus Hängematte, Tarp, Straps, Underquilt und Bugnet bietet vergleichbaren Schutz wie ein ultraleichtes Einpersonenzelt. In alpinem oder baumarmen Gelände ist die Hängematte dagegen ungeeignet.

Wie schwer ist ein vollständiges Hängematten-Setup für Fastpacking?

Ein minimales Setup (Hängematte + Tarp + Straps) wiegt ca. 700–950 g. Mit Underquilt und Bugnet steigt das Gewicht auf 1,4–2,0 kg. Damit bewegt man sich im gleichen Bereich wie ein gutes ultraleichtes Einpersonenzelt – der Vorteil liegt also weniger im Gewicht, sondern im Komfort und im Erlebnis.

Welchen Underquilt brauche ich für meine Hängematte beim Fastpacking?

Ein Underquilt ist bei Temperaturen unter ca. 15–18 °C unbedingt nötig, da der Körper in der Hängematte von unten auskühlt. Der Ticket To The Moon Moonquilt ist eine bewährte Option: Er deckt als Underquilt Temperaturen bis ca. 5 °C ab und kann alternativ als eigenständiger Schlafsack genutzt werden. Als günstige Alternative ist auch eine aufblasbare Isomatte in der Hängematte möglich.

Für welche Regionen in Deutschland und Österreich eignet sich die Hängematte beim Fastpacking?

Die Hängematte eignet sich besonders für waldreiche Mittelgebirge wie den Schwarzwald, den Harz, den Bayerischen Wald, den Pfälzerwald und das Erzgebirge. In den Alpen, auf Hochflächen oder in baumarmen Regionen ist sie dagegen kaum einsetzbar. Wer hauptsächlich alpine Routen läuft, ist mit einem ultraleichten Zelt besser bedient.

Ist das Biwakieren mit einer Hängematte in Deutschland legal?

In Deutschland ist das Biwakieren im Wald grundsätzlich nicht erlaubt – auch nicht mit einer Hängematte. Ausnahmen gelten nur für ausgewiesene Bereiche oder mit Genehmigung des Grundstückseigentümers. In Österreich variieren die Regelungen je nach Bundesland. Vor jeder Tour unbedingt die geltenden Biwakregeln für das jeweilige Gebiet prüfen!

Was ist der Unterschied zwischen einem Underquilt und einer Isomatte in der Hängematte?

Ein Underquilt wird außen unter der Hängematte befestigt und isoliert die gesamte Unterseite, ohne vom Körpergewicht zusammengedrückt zu werden – damit bleibt seine Isolationswirkung vollständig erhalten. Eine aufblasbare Isomatte liegt dagegen im Inneren der Hängematte unter dem Körper. Sie ist günstiger und vielseitiger (auch für den Boden nutzbar), verliert aber durch das Körpergewicht etwas an Isolationsleistung. Für Sommertouren reicht die Isomatte gut aus; für kühlere Nächte ist der Underquilt die bessere Wahl.